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Aktuelles

Noch nach dem Tod Gutes tun

Die Ruth Zacharias Stiftung sucht Freunde für taubblinde Menschen!

Am 1. März 2021 war ich 60 Jahre im Dienst für taubblinde Menschen tätig, seit 1975 als Pastorin.Zurzeit der DDR konnte ich eine umfangreiche Arbeit für Familien mit taubblinden Kindern aufbauen, die allein gelassen waren.
Nach 1990 ist das Lebenswerk für taubblinde Menschen in Radeberg entstanden: ein Gästehaus als Seelsorge-, Bildungs- und Ferienstätte, eine Beratungsstelle ab 1992, ein Ambulant betreutes Wohnen ab 2008, ein Botanischer Blindengarten mit 22.000 qm Größe, der einzige europaweit.
Mehr als 2000 taubblinde Menschen habe ich kennengelernt.
Meine Lehrmeister waren von Anfang an taubblinde Menschen selbst. Sie meistern ihr Leben lang die folgenschwerste Behinderung für einen Menschen. Nie habe ich eine andere Erkenntnis vertreten und diese als zentrale Mitte für die gesamte Arbeit gelten lassen. Der Schwächste war der Maßstab für unser Handeln.
Übernommen habe ich von Karl-Heinz Baaske (Vater der deutschen Taubblinden, geb. 13.01.1921, gest. 16.06.2002): „Oberstes Gebot ist es, für jeden taubblinden Menschen Geborgenheit zu schaffen."
2006 konnte ich die Ruth Zacharias Stiftung Gemeinschaft der Taubblinden errichten. Im Laufe der Jahre habe ich mehrere Grundstücke für die Stiftung gekauft oder geschenkt bekommen; mein Grundstück in Mölschow auf Usedom habe ich 2020 verkauft und den Erlös der Stiftung geschenkt.
Zehn Ehrungen sind mir zuteil geworden, jede für sich eine neue Verpflichtung für mich. Am 12.08. 2015 hat mich Deafblind International mit dem Life-Time-Award geehrt, für mich bis zur Stunde eine außergewöhnliche Ehrung als blinde Pastorin für taubblinde Menschen weltweit.

Die Ruth Zacharias Stiftung sucht Freunde für taubblinde Menschen: Mein eigenes Kapital ist auf ein monatliches Einkommen beschränkt.

Gegenwärtig hat die Stiftung noch zwei Baugrundstücke in der Pillnitzer Straße in Radeberg, die keine „grünen Wiesen" bleiben sollen und dürfen!

Deshalb: Wer schenkt uns Grundstücke oder Geld oder hilft anderweitig mit?

Mit der Ehrung durch Deafblind International ist für uns ein internationaler Dienst in den Blick gekommen: entstehen soll ein Bildungs- und Verkündigungswerk für taubblinde Menschen weltweit. Noch ist keine konkrete Entscheidung getroffen. Wir beten und glauben, dass Gott Menschenherzen anrührt, die uns Vermögen zur Verfügung stellen: vielleicht, weil sie keinen Erben haben, weil ihre Erben eventuell ohne ihr Erbe gut auskommen, weil sie selber mehrere Grundstücke und Häuser haben ...?

Noch nach dem Tod Gutes tun – in unserer Stiftung für taubblinde Menschen weltweit! Dort hat die Taubblindheit noch einen weit größeren Schweregrad vielerorts als bei uns. Wer stellt sich an unsere Seite? Wenn ich noch etwas zu geben hätte, würde ich es sofort tun, denn ich weiß, wie glücklich ich geworden bin und wie segensreich so ein Handeln für Jahrzehnte ist.

Ein erster Kontakt ist nach St. Petersburg entstanden.

Ruth Zacharias

Karl-Heinz Baaske, Vater der deutschen Taubblinden

Karl-Heinz Baaske (Vater der deutschen Taubblinden, geb. 13.01.1921, gest. 16.06.2002): „Oberstes Gebot ist es, für jeden taubblinden Menschen Geborgenheit zu schaffen."

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