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Biografisches

Die Stifterin Ruth Zacharias

1940 in Mölschow auf der Insel Usedom geboren. Mit zehn Jahren erblindet. Nach einer Ausbildung für kirchliche Gemeindearbeit zehn Jahre als Schriftsetzerin und Korrektorin für Punktschrift beim Christlichen Blindendienst in Wernigerode tätig. Danach Studium der Theologie in Berlin. Mit der Ordination als Pastorin beauftragt und gesendet, DDR-weit eine evangelische Taubblindenarbeit aufzubauen. Ein besonderer Bereich waren dabei Seminare für Familien mit taubblinden Kindern, einige auch für Osteuropa.
Entstanden ist in 25 Jahren ein Lebenswerk mit mehreren Arbeitsbereichen für taubblinde Menschen in Radeberg. Seit 2000 ist eine zweite Berufung dazu gekommen, für blinde und taubblinde Menschen Gartenanlagen zu gestalten und aufzubauen.

Ruth Zacharis und Frau SchmidRuth Zacharias und Landschaftsarchitekt Stephan Damaschek
Kommunikation mit einer taubblinden Bewohnerin mithilfe des LormensRuth Zacharias mit Landschaftsarchitekt Stephan Damaschek

Für taubblinde Menschen u.a. tätig

  • 2003 Fachtagung „Seelsorge für taubblinde Menschen" in Radeberg organisiert.
  • 01.10. 2008 Nach intensivem Kampf mit den Behörden Beginn eines Ambulant betreuten Wohnens für taubblinde Menschen in Radeberg (erstmalig deutschlandweit).
  • 2008 Aktive Mitarbeit in Berlin beim Symposium für vielfältige Anliegen von Usher- Syndrom Betroffene.
  • 2009 Deutschlandweites Treffen für taubblinde Menschen in Radeberg organisiert, mit dem Thema: „Die Anerkennung von Taubblindheit als eigene Behinderung und die damit verbundenen Rechte taubblinder Menschen erreichen". Stattgefunden hat dieses dreitägige Treffen mit der Teilnahme von Lex Grandia, dem damaligen Präsidenten von Federation of Deafblind International.

Als Referentin unter anderem tätig

  • 2002 erster deutscher Kongress für Gartentherapie in Bad Lippspringe „Die Bedeutung der duftenden Pflanzen"
  • 2005 Fachtagung Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln „Gartenanlagen für soziale Einrichtungen"
  • 2004 Fachgespräch in Weihenstephan „Gartenanlagen für blinde Menschen"
  • 2007 Deutscher Kongress der Caritas für Altenpflege in Dresden „Gärtnern mit duftenden Pflanzen"
  • 2008 Fachgespräch in Radeberg: „Mehr Lebensqualität für sinnesbehinderte Menschen durch Pflanzen mit Duft- und Tastqualität"

Bei der Gestaltung von Blindengärten im Ausland mitgearbeitet:

  • In Seoul, in Sarajevo, in Laski (Polen)
  • Zahlreiche Diplomarbeiten begleitet.

Ehrungen unter anderem

2. Korinther 12,9: „Gott, der HERR, spricht: Meine Gnade reicht für dich, denn meine Kraft vollendet sich in Schwachheit."
1. Korinther 15,10: „Von Gottes Gnade bin ich, was ich bin."

Zitat aus meiner Rede nach der Verleihung des ersten Alma de I'Aigles-Preises:
„Jede Ehrung eine neue Verpflichtung! Wenn einem schon mehrere zuteil geworden sind, denkt man schließlich, wie tüchtig man ist; der Hochmut schleicht sich ein. Da ist mir ein Alpenveilchen hilfreich geworden: Wenn es aufgeblüht ist, senkt es seinen Kopf nach unten. Es mahnt zur Demut ..."

  • 1995 Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande durch den Bundespräsidenten Roman Herzog in Berlin
  • 2000 zur Ehrenbürgerin der Stadt Radeberg ernannt
  • 2004 Verleihung des Verdienstordens des Freistaates Sachsen durch Ministerpräsident Milbradt
  • 2011 Verleihung des ersten Bürgerpreises des Freistaates Sachsen durch Ministerpräsident Tillich
  • 2013 Verleihung des ersten "Alma de l'Aigle"-Preises durch die „Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V." in Kassel
  • 2015 Verleihung des Life-Time-Award durch Deafblind International

Alma de l‘Aigle-Preis

Der "Life-Time-Award"

  • 2020 Verleihung des Buchpreises für „Duft und Farbe – Gärten werden zu Oasen" durch die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.2020

 

 

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